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Auf die Menge kommt es an

Wer Waschmittel sparsam einsetzt, behält aus ökologischer Sicht eine weiße Weste.

Auf die Menge kommt es an Kleider sind Ausdruck der Persönlichkeit. Wir wollen, dass sie möglichst lang so schön bleiben wie am ersten Tag. Zum Glück geht das Reinigen von Textilien heute wesentlich einfacher und schneller als früher, was wir nicht zuletzt der Entwicklung von synthetischen Waschmitteln verdanken. Die dafür eingesetzten Chemikalien wurden in den letzten Jahren zwar deutlich umweltfreundlicher, belasten aber nach wie vor unser Wasser. Viele herkömmliche Waschmittel wurden durch Konzentrate oder Kompaktwaschmittel ersetzt, die mit zwei Drittel der Dosiermenge auskommen.

"Je konzentrierter das Waschmittel ist, desto weniger müssen Sie nehmen", erklärt Andrea Husnik, die für "die umweltberatung Wien" den Fachbereich Reinigung leitet. „Eine Überdosierung schadet der Wäsche und der Umwelt." Die verwendete Waschmittelmenge sollte auf die Wasserhärte und die Verschmutzung der Wäsche abgestimmt sein. Bei weichem Wasser, wie dem Wiener Hochquellwasser, braucht es keinen Enthärter. Meist kommen Sie mit weniger Waschmittel aus als auf der Verpackung angegeben. Ideal ist ein Baukastensystem, das sich auf Wasserhärte, Textilienart und Verschmutzung abstimmen lässt. Colorwaschmittel enthalten beispielsweise im Gegensatz zum Vollwaschmittel kein Bleichmittel. Bleichmittel sollten nur bei stark verschmutzter Wäsche ab 60 Grad Waschtemperatur verwendet werden.

„Am meisten können Sie für die Umwelt tun, wenn Sie genau dosieren und erst dann waschen, wenn die Maschine mit Wäsche voll ist", rät Andrea Husnik. Achten Sie bereits beim Einkauf auf pflegeleichte Materialien.

Weg mit zu vielen Reinigungsmitteln

Mit der Aktion „Weg damit!" macht "die umweltberatung" gemeinsam mit der Arbeiterkammer Niederösterreich KonsumentInnen darauf aufmerksam, ein Zuviel an Putz- und Waschmitteln zu vermeiden. Ein Beispiel sind Weichspüler, die die Wäsche viel schneller verschmutzen lassen. Wer trotzdem auf den guten Duft nicht verzichten will, kann mit Lavendelsackerl oder Pflanzenölseifen für eine Alternative im Kleiderschrank sorgen.

Flecken mit einfachen Mitteln entfernen

Fleckentferner bestehen meist aus Lösungsmitteln auf Benzin-, Terpentin- oder Alkoholbasis, denen zur Unterstützung der Wirkung Tenside, Bleichmittel oder Enzyme beigesetzt sind. Lösungsmittel auf Benzin- und Terpentinbasis sind Problemstoffe, die gesondert entsorgt werden müssen.

Meist lassen sich Flecken auf viel einfachere Weise loswerden. Gallseife wirkt in vielen Fällen Wunder. Bei schwierigeren Flecken können Sie zusätzliche Hausmittel wie Essig, Salz, Zitrone und Soda verwenden. Kugelschreiberstriche lassen sich beispielsweise entfernen, indem man sie abwechselnd mit Essig und Alkohol-Spiritus abtupft und ausspült. Spinatflecken kann man mit einer rohen Kartoffel abreiben und mit warmem Seifenwasser nachspülen. Die Liste alternativer Mittel ist lang. Am besten, Sie weichen hartnäckige Flecken gleich ein oder waschen sie mit Mineralwasser aus. Blut- und Eiweißflecken sollten Sie mit kaltem, alle anderen Flecken mit heißem Wasser auswaschen.

Waschnuss hilft AllergikerInnen

Eine echte Revolution für die Waschmaschine stellt die so genannte Waschnuss dar, ein 100% pflanzliches Waschmittel. Einfach statt Waschmittel 5 - 8 halbe Waschnüsse im Säckchen in die Maschine geben und fertig. Der natürliche Wirkstoff Saponin aus der Nussschale reinigt die Bunt- und Kochwäsche bei 30 - 90° sowie Wolle und Seide farbschonend, gründlich und extrem hautfreundlich. Die Waschnuss ist außerdem ideal für AllergikerInnen und Menschen mit Hautproblemen. Eine Liste umweltfreundlicher Reinigungs- und Waschmittel finden Sie auf den Seiten von "die umweltberatung".