Jetzt! Mehrwegbecher für Ihre Veranstaltung bestellen

Beim Umbauen auf die Umwelt schauen

Die Auswahl der Baumaterialien macht den Unterschied

Beim Umbauen auf die Umwelt schauen Die eigene Wohnung selbst umzubauen, macht nicht nur Arbeit, sondern auch Spaß, weil sich eigene Vorstellungen verwirklichen lassen. Wer selbst beim Wohnungsumbau oder Renovieren aktiv wird, steht jedoch vor der Aufgabe, aus der Vielzahl an Produkten in Baumärkten jene auszuwählen, die weder für die Umwelt noch die Gesundheit gefährlich sind. Eine ökologische Fachberatung kann hier bei der Suche nach schadstoffarmen Produkten helfen.

Das gilt beispielsweise für Lacke oder Lasuren, mit denen sich ein alter Schrank verschönern oder der Fensterrahmen vor Nässe schützen lassen. Farben und Lacke enthalten Lösemittel, im einfachsten Fall ist dies Wasser. Oftmals sind es aber auch organische Lösungsmittel wie Testbenzin, Ester, Ketone oder Terpene, die zur Bildung von bodennahem Ozon beitragen und vielfach gesundheitlich bedenklich sind. Nach der österreichischen Lösungsmittelverordnung dürfen Farben und Lacke für den Heimwerkerbereich nur noch maximal zehn Prozent organische Lösungsmittel enthalten, der Rest ist Wasser. Diese Lacke werden als wasserlösliche Lacke oder Wasserlacke bezeichnet.

Holz ist ein besonders ökologisches Baumaterial, vor allem, wenn es aus heimischen Wäldern mit nachhaltiger Bewirtschaftung stammt. Leider wird es oft mit Anstrichen, Holzschutzmitteln und Lacken überdeckt. Holzschutzmittel enthalten Gifte gegen Pilze und Insekten, die auch Mensch und Umwelt schaden können. Achten Sie deshalb beim Einkauf auf besonders umweltfreundliche Farben und Lacke, die das Österreichische Umweltzeichen tragen. Gehen Sie auf jeden Fall sparsam mit diesen Produkten um, damit schützen Sie nicht nur die Umwelt, sondern sparen auch Geld.

Eine gute Wärmedämmung bedeutet niedrigen Heizenergieverbrauch. Kunststoffdämmplatten aus Polystyrol und Polyurethan sind jedoch ökologisch nicht unbedenklich. Neben ihrer Herstellung belastet auch ihre spätere Entsorgung die Umwelt stark. Naturstoffe wie Kork, Schafwolle oder Flachs bieten eine gute Alternative. Sie müssen zwar dicker als Kunststoffe aufgetragen werden, um die gleiche Dämmwirkung zu erzielen, dafür ist der Energieaufwand für ihre Gewinnung gering und eine spätere Deponierung ist ungefährlich.

Tipps:

  • Reden Sie vor jedem Umbau mit Bekannten, die so etwas bereits gemacht haben. Sie können von den gemachten Erfahrungen profitieren und beim Material- und Werkzeugeinkauf Kosten sparen.
  • Das Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie bietet Beratung in handwerklichen und technischen Fragen, Beratung für ökologische Planung und bautechnische Beratung vor Ort an.
  • Fraben und Lacke, die das Österreichische Umweltzeichen oder den Blauen Engel tragen, erfüllen strenge Umweltauflagen und sind gesundheitlich unbedenklich.