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Ein naturnaher Garten macht rundum Freude

Es gibt nichts Schöneres als im Frühling zu beobachten, wie die Natur wieder erwacht - ob im Park und auf der Wiese oder bei sich Zuhause im Garten, im Hof oder auf dem Balkon. Ein eigener Grünbereich bietet einen Platz zum Ausruhen, bedeutet aber auch Arbeit wie Rasen mähen, Sträucher und Obstbäume schneiden, das Gemüsebeet umgraben und Blumen pflanzen.

Ein naturnaher Garten macht rundum Freude Nicht nur wir Menschen schätzen diese kleinen Oasen, sondern auch gewisse Schädlinge, Pilze und Unkräuter. Um sie zu bekämpfen, werden häufig Pestizide, Fungizide und Herbizide eingesetzt. Im Laufe der Zeit sind die Schädlinge jedoch gegen die Gifte widerstandsfähig geworden, weshalb immer stärkere Mittel nötig sind. Diese Gifte werden zum Teil von Pflanzen und Tieren aufgenommen und gelangen so irgendwann auf unseren Mittagstisch.

Die ökologische Alternative dazu ist der naturnahe Gartenbau, wo Nützlinge und Schädlinge im ausgewogenen Verhältnis vorkommen. MitSchmierseife und Brennnesseljauche lassen sich beispielsweise Blattläuse und andere Schädlinge auf den Pflanzen auf umweltfreundlichere Weise vertreiben.

Ein naturnaher Garten macht rundum Freude Kompost statt Torf

Viele Jahre galt Torf als wichtigstes Material zur Bodenverbesserung in den Gärten. Doch durch den Abbau von Torf geht jedes Mal ein Stück Natur verloren.Hochmoore zählen zu den gefährdeten Lebensräumen, eine einmalige, nur hier vorkommende Tier- und Pflanzenwelt droht vernichtet zu werden. Dazu zählen Birkwild, Moorfrosch, Goldregenpfeifer, aber auch Sonnentau, Wollgras und 32 Torfmoose.

Komposterde hingegen ist ein wertvolles Produkt einer ökologischen Kreislaufführung und kann im eigenen Garten zur Bodenverbesserung eingesetzt werden. Wer keinen eigenen Komposthaufen für Grünabfälle, Strauch- und Grasschnitt hat, kann sich bei der Stadt Wien diesen wertvollen Dünger holen.

„Wir verstehen das als Dankeschön an die Wienerinnen und Wiener für die umweltgerechte Entsorgung von Abfall", erklärt Wojciech Rogalski, der in der MA 48 von Beginn an das Projekt Biotonne betreut hat und für die Strategie und die Abfallwirtschaftliche Grundlagenplanung zuständig ist. „Kompost sollte im Verhältnis eins zu drei mit neutraler Erde gemischt werden, dann ist er ein wichtiger Nährstofflieferant, bei dem sich die Pflanzen nur das holen, was sie brauchen", erklärt er. Anders als bei mineralischen Düngemitteln entsteht bei der Kompostproduktion kein klimarelevantes Kohlendioxid (CO2) und bei der Anwendung besteht nicht die Gefahr einer Stickstoffausschwemmung ins Grundwasser. Da Kompost regional entsteht und somit kaum Transportwege anfallen, ist er auch aus diesem Grund die umweltfreundlichere Lösung.

Die Stadt Wien schenkt Ihnen Kompost

„Die MA 48 bietet nicht irgendeinen Kompost an", betont Rogalski. „Der Kompost, der im Kompostwerk Lobau entsteht, wird von der MA 48 genau kontrolliert, eine an den Containern angebrachte Tafel erläutert sogar die Qualitätsklasse." Für professionelle AnwenderInnen bietet die MA 48 als Service an, dass der Nährstoffgehalt auf Anfrage per E-Mail übermittelt wird.

Wenn Sie für Ihren Grünbereich Kompost haben wollen, können Sie auf den Mistplätzen der Stadt Wien bis zu zwei Kubikmeter Kompost gratis abholen. Günstiger und sauberer können Sie Ihren Garten nicht zum Blühen bringen!

Nähere Informationen zu Mistplatzadressen und Öffnungszeiten der Mistplätze sowie rund um die Kompostwirtschaft erhalten Sie im Internet auf den Seiten der MA 48 - Abfallwirtschaft oder am Misttelefon unter 01/ 546 48.