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Erfolgreich Abfall reduzieren im Krankenhaus Hietzing

Im Krankenhaus Hietzing werden seit mehreren Jahren sehr erfolgreich abfallwirtschaftliche Projekte durchgeführt. Gemäß dem Motto „So wenig wie möglich, so viel wie notwendig" werden MitarbeiterInnen für den bewussten Umgang mit Einwegprodukten wie Handschuhen und Papierhandtüchern sensibilisiert. Die Maßnahmen führten in vielen Bereichen zu weniger Verbrauch, weniger Abfall und dadurch geringeren Kosten für Anschaffung und Entsorgung.

 

Erfolgreich Abfall reduzieren im Krankenhaus Hietzing

Grundlage der abfallwirtschaftlichen Projekte ist eine im Jahr 2003 erstellte und seither kontinuierlich aktualisierte Input-Output Analyse des Krankenhauses. Die im Zuge der Input-Output Analyse erstellte

Datenbank umfasst ca. 3.500 kurzlebige Produkte wie Gummihandschuhe, Papierhandtücher, Nierenschalen oder Kopierpapier. Aufbauend auf die Analyse von Einkauf, Verbrauch und Entsorgung konnten Optimierungs- und Einsparungspotentiale identifiziert und genutzt werden, sodass die Abfallwirtschaft des Krankenhauses Hietzing deutlich optimiert und dadurch Kosten eingespart werden konnten.

Erfolgreich Abfall reduzieren im Krankenhaus Hietzing

Ziel des neuesten Projektes NA-AMOR („Abfall mit besserer Organisation reduzieren") ist es, die MitarbeiterInnen bei der Umsetzung der abfallvermeidenden Maßnahmen im Krankenhaus Hietzing zu unterstützen. Die Schwerpunkte der Maßnahmen sind die Optimierung der Altstoffsammlung (Papier, Glas, Metall, Kunststoff) und der bewusste Umgang mit ausgewählten, abfallrelevanten Artikeln wie Papierhandtüchern und Gummihandschuhen.

Aus den Ergebnissen des Projektes können folgende Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen gezogen werden:

  • Bewusstseinsbildende Maßnahmen führen zu markanten Einsparungen: Zunahme der getrennt gesammelten Altstoffe um 35 %, Einsparung an Untersuchungshandschuhen um 9 %. Die Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen müssen jedoch regelmäßig wiederholt werden, um die Wirkung zu gewährleisten
  • Der Papierverbrauch steigt rasant (plus 43 % von 2005 bis 2008). Der Einsatz von Druck- und Kopierpapier muss optimiert werden (z.B. durch beidseitiges Drucken)
  • Der Umstieg auf ein anderes Falthandtuch aber auch auf ein Rollenhandtuch würde Kosten sparen. Bei einem Wechsel auf ein Falthandtuch wäre eine Reduktion der Gesamtkosten (Einkauf und Entsorgung) zwischen € 11.000 und € 31.000 möglich.

Das Projekt NA-AMOR wird von der Initiative "natürlich weniger Mist" und dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) gefördert und unterstützt durch das Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel.