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Großer Erfolg der „Förderungsinitiative Abfallvermeidung“

Nach 4 Jahren Laufzeit erfolgt die stolze Zwischenbilanz: 13 wegweisende Abfallvermeidungsprojekte konnten verwirklicht, rund 600 Tonnen Müll pro Jahr eingespart werden.

Großer Erfolg der „Förderungsinitiative Abfallvermeidung“

Unter dem Motto „Vermeiden vor Verwerten vor Beseitigen" fördert das ARA System gemeinsam mit der Stadt Wien, dem Land Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Österreich Projekte zur Vermeidung gefährlicher und nicht-gefährlicher Abfälle. Zielgruppe der Förderungsinitiative Abfallvermeidung sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), kommunale Dienststellen und Betriebe. Auch Vereine, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen fallen unter das Programm. Die Projekte müssen zu konkreten Abfallvermeidungsergebnissen führen, ein effizientes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen und einen möglichst umfassenden Nachhaltigkeitseffekt erzielen. Die geförderten Projekte werden jeweils mit einem Investitionszuschuss im Ausmaß von bis zu 30 Prozent der abfallrelevanten Kosten, mindestens jedoch mit EUR 2.000 und maximal mit EUR 30.000 unterstützt.

Innovative Projekte vermeiden Abfall

Durch die bisher geförderten Projekte werden jährlich u.a. 350 000 Kilo brauchbare Lebensmittel vor dem Müll gerettet. Durch Verpackungsumstellungen, Optimierung von Produktionsmethoden zur Verringerung von Abfällen, aber auch Bewusstsein schaffenden Maßnahmen in Schulen werden zudem jährlich rund 30 Tonnen biogene Abfälle, 11 Tonnen Restmüll, 9,3 Tonnen PET-Flaschen und 5 Tonnen Papier und Pappe vermieden. Darüber hinaus konnten große Mengen an bisher weggeworfenen Einwegbechern, Kunststoffabfällen und Sondermüll eingespart werden.

Geförderte High-Lights in vielen Bereichen

Großer Erfolg der „Förderungsinitiative Abfallvermeidung“

Essen für Bedürftige statt Müllberge: Der Verein „Wiener Tafel" sammelt überlagerte Lebensmittel und Hygieneartikel aus Handel und Industrie um damit Bedürftige zu versorgen. Bereits 2006 wurde die Errichtung einer Logistikzentrale gefördert. Durch dieses Konzept werden jährlich rund 280 Tonnen noch brauchbare Lebensmittel und 20 Tonnen Hygieneartikel vor dem Wegwerfen bewahrt. Im Rahmen eines weiteren geförderten Projekts konnte 2008 ein eigener Transporter für Frischobst, -gemüse und Brot angeschafft werden, sodass auch leicht verderbliche Lebensmittel rasch den Weg zu den Hilfsorganisationen finden.

Mehrwegbecher: Die Wiener Kinderfreunde als größter privater Veranstalter von Kinderfesten vermeiden durch den Ankauf von 25.000 Mehrwegbechern das Wegwerfen von jährlich 150.000 Einwegbechern (Förderung 2008). Auch der Verein Einkaufserlebnis Freihausviertel besorgte für sein 9-tägiges Straßenfest im Jahr 2008 Mehrwegbecher, die Abfallmenge an Einwegbechern sank dadurch von 100.000 auf Null (Förderung 2008). Der Event-Veranstalter Event & Gastro GmbH errichtete in Wien mit Hilfe der Förderung 2005 sogar ein eigenes Mehrweglogistikcenter für den gezielten Einsatz von Mehrwegbechern bei Veranstaltungen, das ergibt eine Verringerung des Müllvolumens um jährlich 12,6 Tonnen. Das Haus der Barmherzigkeit erhielt 2007 eine Förderung für die Umstellung auf Mehrweg-Dessertschalen und spart dadurch jährlich 118.000 Stück Kunststoffeinwegschalen ein. Zudem werden durch den Ankauf von Wiener Wasserkrügen und die Umstellung von Mineral- auf Hochquellwasser 250.000 PET-Flaschen jährlich eingespart.

Abfallbewusstsein in der Schule: Die HTL Donaustadt (Förderung 2007) vermeidet durch Installation eines Trinkwasserbrunnens im Schulhof jährlich 400 kg Aludosen und 300 kg PET-Flaschen. Im BG und BRG Wien 6 Rahlgasse erfolgte mit Hilfe der Förderung 2005 eine Verbesserung des Abfallsammel- und Abfalltrennsystems in den einzelnen Klassenzimmern, das gesamte Abfallaufkommen wurde von 17.300 kg auf 14.720 kg jährlich gesenkt.

Papiereinsparungen: Mit dem Projekt e-sign erfolgt bei der B&M Automatische Datenerfassung GmbH die elektronische Abwicklung des Schriftverkehrs (Förderung 2007). Ergebnis: Papier und Pappe im Ausmaß von 890 kg pro Jahr werden eingespart. Auch die FirmaJob-TransFair vermeidet durch die im Jahr 2007 geförderte Umstellung ihrer personenbezogenen Akten auf ein elektronisches Archiv jährlich 1.052 kg Papier und Pappe. Die Personalvermittlung Ernst Zellner stellte 2008 ihr Archivsystem ebenfalls auf ein elektronisches System um und reduziert die jährliche Abfallmenge an Papier somit von 1.500 kg auf 600 kg, die Abfallmenge an Kunststofffolien von 100 kg auf 40 kg und die Menge an Metallklammern von 20 kg auf 5 kg.

Abfälle im Gesundheitsbereich: Die MA 15 Gesundheitsweisen u. Soziales ersetzte 2007 zwei ihrer vorhandenen Lungenröntgengeräte durch digitale Lungenröntgenanlagen: 1.059 kg Entwickler, 1.455 kg Fixierer, 50 kg Filmabfälle und 200 kg Papier werden auf diese Weise pro Jahr eingespart. Ein zusätzlicher Vorteil ist die aufgrund der sehr kurzen Belichtungszeit stark reduzierte Bestrahlungsdosis. Die Wiener Privatklinik verpackt, initiiert durch die Förderung im Jahr 2005, im Operationsbereich die notwendigen sterilen Abdeckungen nicht mehr einzeln, sondern fasst sie zu Operationssets von fünf Abdeckungen zusammen. Der Erfolg: nur noch ein Fünftel Einweg-Verpackungsfolie fällt an.

Gefördert wurde weiters im Jahr 2007 die Dietzel GmbH, welche mit einer spezielle Misch- und Dosieranlage zur Rückführung zerkleinerten Ausschussmaterials in den Rohstoffstrom Polyolefinabfälle von jährlich 11.000 kg auf 2.200 kg reduziert.