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Multitalent Mehrweg


Mehrweg-Getränkeverpackungen reduzieren Müllvolumen und Entsorgungskosten, sorgen für eine gute Energiebilanz und sichern Arbeitsplätze.

Multitalent Mehrweg Welchen Erfolg Mehrwegflaschen bei den KonsumentInnen erzielen können, zeigte das MehrwegforumWien bereits im Jahr 2003 mit den „Mehrwegwochen" auf beeindruckende Weise: Aufgrund vielfältiger Werbemaßnahmen in einzelnen Märkten stieg der Mehrweganteil bei bestimmten Mineralwasser- und Biermarken auf ganze 39 bzw. 41 Prozent. Insgesamt konnte innerhalb der 3-wöchigen Kampagne ein Umsatzzuwachs bei Mehrwegprodukten von bis zu 20% erreicht werden.

Der Einsatz für die Mehrwegflasche zahlt sich auch mehrfach aus: „Mehrwegflaschen sind bis zu 40 Mal wiederverwendbar," weiß Johanna Leutgöb, Fachbereichsleiterin bei "die umweltberatung" , „das spart Rohstoffe, Energie und schont das Klima." Auch den KonsumentInnen bietet die Mehrweg-Glasflasche qualitative Vorteile: „Getränke in Glas sind wesentlich länger haltbar als in der PET-Flasche", so Leutgöb. „Immer wieder gibt es Berichte, dass gesundheitsschädliche Stoffe aus dem Kunststoff ins Getränk diffundieren. Das ist bei Glas ausgeschlossen."

Was „Mehrweg" alles kann

Die Vorteile eines Mehrweg-Systems sind in vielerlei Hinsicht beachtenswert:

  • Mehrweg vermeidet Abfall - Müllvolumen nur 5 Prozent gegenüber Glas-Einwegflaschen.
  • Mehrweg spart Energie - Energieeinsatz trotz Transport und Wiederbefüllung nur ¼ bis 1/8.
  • Mehrweg spart Rohstoffe - durch 40-fache Wiederbefüllung ein Bruchteil.
  • Mehrweg sichert Arbeitsplätze - bis zu 20 Prozent mehr Arbeitsplätze gegenüber „Einweg".
  • Mehrweg ist nachhaltig - regionale Wirtschaftskreisläufe verringern Langstreckentransporte.
  • Mehrweg ist Klimaschutz - Eine Million Liter Bier in Einwegdosen erzeugen über 290 Tonnen CO2, die gleiche Menge in Mehrweg-Glasfaschen lediglich 98 Tonnen. Bei 1 Million Liter Mineralwasser in Einweg-PET-Flaschen ergeben sich 88 Tonnen CO2, bei Mehrweg-PET-Flaschen lediglich 43 Tonnen.

Abfallvolumen 15 Mal größer als der Stephansdom

Heute werden leider nur mehr rund 25 Prozent der im Einzelhandel angebotenen Getränke in Mehrwegflaschen abgefüllt. Welche positiven ökologischen Effekte erzielt werden könnten, wenn z.B. Mineralwasser nicht mehr in Einweg-, sondern nur mehr in Mehrwegflaschen verkauft würde, zeigen die Ergebnisse der Studie „Ökologischer Vergleich von Mehrweggetränkeverpackungen mit Einweggetränkeverpackungen", die von der Denkstatt GmbH im Auftrag der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 erstellt wurde. Die Abfallmenge würde um 13.500 t oder 450.000 m³ Abfall reduziert. Dies entspricht 580.000 Abfallcontainern mit einem Volumen von 770 l. Reiht man diese Container aneinander, ergibt dies eine Schlange von Wien bis Berlin. Leert man diese Flaschen auf einen Haufen zusammen, wäre der Müllberg 15 Mal höher als der Stephansdom.

Umweltschutz beim Getränkeregal

„Mehrwegflaschen findet man vor allem in den Kistenstraßen im Supermarkt, leider ist die Kennzeichnung oft mangelhaft", rät Johanna Leutgöb zur Vorsicht. Nicht jede Pfandflasche sei automatisch auch eine Mehrwegflasche.

Im Umweltranking schneidet übrigens die Mehrweg-Glasflasche - nach der nicht mehr im Handel befindlichen PET-Mehrwegflasche - am günstigsten ab. Schlusslicht bilden hingegen die Glas-Einwegflasche sowie Getränkedosen aus Alu- und Weißblech.

Weitere Details sowie Tipps, wie Sie am Getränkeregal aktiv Umweltschutz betreiben können, finden Sie im Infoblatt von "die umweltberatung": Getränkeverpackungen auf dem Prüfstand.

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