Nominierungen zum Umweltpreis der Stadt Wien 2011
Für das Finale des Umweltpreises der Stadt Wien am 16. März 2011 haben sich heuer neun Wiener Unternehmen qualifiziert. Umweltstadträtin Ulli Sima begrüßt das hohe Engagement der Wiener Betriebe in Sachen Umweltschutz: Neun Unternehmen konnten die Jury mit ihren spannenden und innovativen Vorschlägen überzeugen und haben nun die Chance auf den Umweltpreis.
Die Gewinner des Umweltpreises werden im Rahmen einer feierlichen Gala unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Häupl und Umweltstadträtin Ulli Sima im Rathaus am 16. März 2011 bekannt gegeben.
Der Umweltpreis der Stadt Wien
Der Umweltpreis wird im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien bereits zum siebten Mal an heimische Unternehmen verliehen, die sich für besonders innovative Projekte in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzen. Teilnehmen können ÖkoBusinessPlan Unternehmen sowie andere Wiener Betriebe, die bislang nicht am ÖkoBusinessPlan teilgenommen haben. Mit der Vergabe des Umweltpreises werden Projekte und Ideen zur Energie-, Abfall- und Ressourceneinsparung gewürdigt, sowie bewusstseinsbildende Maßnahmen und soziale Aspekte einer nachhaltigen Betriebsführung.Die Nominierungen werden von einer unabhängigen Jury, dem Beirat des ÖkoBusinessPlan, ausgesprochen. Dem Beirat gehören ExpertInnen aus folgenden Institutionen an:
- Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22
- Wirtschaftskammer Wien/WIFI
- Lebensministerium
- Arbeiterkammer Wien
- Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB)
- Wirtschaftsagentur Wien
- Gewerbetechnische Sachverständige (MA 36)
- Magistratische Bezirksämter (Gewerbebehörde)
Die nominierten Projekte 2011
- Ein neues System zur Ressourcenschonung wurde von der Textilreinigungsfirma ROSA TOIFL & CO GMBH erarbeitet: Durch innovative Steuerungsmöglichkeiten, Rückgewinnungstanks und eine Wärmetauschanlage kann der Einsatz von Wasser, Spülmittel und Energie deutlich reduziert werden.
- Nominiert ist auch die via donau Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH mit dem internationalen Projekt WANDA (WAste management for inland Navigation on the DAnube). Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines umweltgerechten Abfallwirtschaftskonzeptes für die Donauschifffahrt mit koordinierten und grenzüberschreitende Entsorgungslösungen, vor allem für öl- und fetthaltige Problemstoffe.
- Ein neues Verfahren zur ölfreien, serienmäßigen Metallbearbeitung von Zylinderkernen wurde von der EVVA Sicherheitstechnologie GmbH entwickelt. Die beim Sägen, Bohren und Fräsen anfallenden Späne können durch das neue Verfahren zu 100% recycelt werden.
- Die SchülerInnen des mit dem Umweltzeichen zertifizierten International Business College Hetzendorf engagieren sich in zahlreichen Sozial- und Umweltprojekten innerhalb- und außerhalb der Schule.
- Um der Überproduktion ein Ende zu setzen, entwickelte die Kurt Mann Bäckerei & Konditorei GmbH & Co KG ein ausgeklügeltes Bestellsystem in den Filialen, führte eine genaue Produktionsplanung durch und setzte auf ihre aufmerksamen MitarbeiterInnen. Das Unternehmen spart Rohstoffe und Fahrkilometer für Zulieferung und Entsorgung.
- Ein neuartiges biologisch abbaubares Material aus Holz und Maisstärke namens FASAL für die Produktion von Ansteck-Buttons wurde von der Firma Ansteckplaketten Schmitz gemeinsam mit der BOKU Wien entwickelte. Herkömmlichen Materialien wie Metallblech und Kunststoff werden so in der Produktion nicht mehr benötigt.
- Das Bundesrechnungszentrum setzt Maßnahmen für grüne IT-Konzepte wie Servervirtualisierung, Umluftkühlung in den Serverräumen oder Ausschaltsysteme für EDV-Arbeitsplätze um. Auf diese Weise soll in den nächsten drei Jahren ein Viertel des Stromverbrauchs eingespart werden.
- Ein neues umweltfreundliches Beschichtungssystem für Brücken, Industrieanlagen und Maschinen wurde von der Rembrandtin Lack GmbH entwickelt. Die neue Deckbeschichtung weist im Vergleich zu herkömmlichen Produkten deutlich bessere Produkt- und Verarbeitungseigenschaften auf, enthält aber gleichzeitig nur mehr einen geringen Gehalt an flüchtigen Kohlenwasserstoffen.
- Das R.U.S.Z. (Reparatur- und Service Zentrum) repariert gebrauchte Waschmaschinen und Geschirrspülern und verbessert Energieeffizienz der Geräte und deren Nutzungsdauer. Das Unternehmen arbeitet sozialwirtschaftlich und ermöglicht Langzeitarbeitslosen eine Integration in den Arbeitsmarkt.
ÖkoBusinessPlan
Die Stadt Wien hat mit dem Programm ÖkoBusinessPlan Wien 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 ins Leben gerufen ein ebenso erfolgreiches wie nachhaltiges Instrument für Wiener Betriebe ins Leben gerufen. Dadurch können Unternehmen Umweltprojekte und Maßnahmen umsetzen, dabei deutlich Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt entlasten.Um der Vielfalt der Wiener Unternehmen gerecht zu werden, gibt es im ÖkoBusinessPlan Wien Angebote für unterschiedliche Betriebsgrößen und Branchen.
Ziel ist die Senkung der Betriebskosten und gleichzeitige Entlastung der Umwelt in den Bereichen Abfallvermeidung, Abfallmanagement, Energiesparen und Klimaschutz. Im Rahmen von Betriebsberatungen werden fünf verschiedene Module und drei Projektinitiativen angeboten, die zu umweltentlastenden Maßnahmen und Projekten führen.



