Sparen beim Fahren
Gemeinsam statt einsam zur Arbeit zu fahren ist nicht nur geselliger, sondern hilft Kosten sparen und die Umwelt schonen. Über die Mitfahrbörse Compano lassen sich Fahrgemeinschaften einfach finden.
Wer täglich weite Strecken mit dem Auto zurücklegen muss, um zur Arbeit zu gelangen, bekommt Benzinpreiserhöhungen deutlich zu spüren. Da bleibt viel vom wohlverdienten Geld auf der Strecke liegen.
Eine Alternative bietet hier die Mitfahrbörse Compano, die als schwarzes Brett im Internet funktioniert. Compano vermittelt Fahrplätze von A nach B - in Zug, Bus oder in einer Fahrgemeinschaft. Auf www.compano.at kann jeder freie Sitzplätze als Mitfahrangebote oder –gesuche kostenlos eintragen. Egal ob es sich um tägliche Wege oder eine einmalige Dienstreise handelt, das System zeigt die passenden Übereinstimmungen an. Gibt es vom gewünschten Abfahrtsort einmal keine direkte Verbindung, hat man die Möglichkeit, sich die nächstgelegenen Angebote anzeigen zu lassen. Die Personen können einander dann per E-Mail oder Handy kontaktieren. Compano schlägt auch einen unverbindlichen Mitfahrpreis vor. Sollte keine Fahrgemeinschaft zu finden sein, wird automatisch eine Verbindung mit den Öffis vorgeschlagen.
„Wir verstehen Compano als Service, das den öffentlichen Verkehr mit dem Angebot von Fahrgemeinschaften ergänzt und wollen die Menschen aufmerksam machen, dass es eine Schnittstelle zwischen öffentlichem und individuellem Verkehr gibt“, erklärt David Knapp, Projektleiter von Compano. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt startete die Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) im Oktober 2007 mit dem regulären Betrieb der Homepage. Die Idee des Mitfahrens ist natürlich nicht neu. Neu ist, dass alle Bundesländer erfasst sind und österreichweite Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln abrufbar sind.
Gerade bei langen Strecken zahlt es sich aus, auf die Kosten zu schauen. Die durchschnittliche Wegstrecke der Gesuche auf Compano beträgt zwischen 80 und 90 Kilometern. Besonders gern genutzt wird das Angebot, sich auf Park & Ride-Parkplätzen entlang von Autobahnen zu treffen und von dort mit einem Auto gemeinsam weiter zu fahren. „In der Ostregion wird das stark nachgefragt, die Leute treffen sich am Autobahnparkplatz und fahren mit einem Fahrzeug nach Wien rein. Das ist auf jeden Fall günstiger als wenn jeder einzeln fährt“, so Knapp. Darüber hinaus gibt es Mitfahrhaltestellen, an denen Mitglieder von Compano halten, um Personen bis zum nächsten öffentlichen Verkehrshaltepunkt mitzunehmen. Diese Haltestellen erweisen sich vor allem in jenen Gegenden als ideale Ergänzung zum öffentlichen Verkehr, in denen die Taktabstände der öffentlichen Verkehrsmittel zu groß sind oder es nicht sinnvoll wäre, alle paar Kilometer den Bus halten zu lassen.
Das Interesse an der Mitfahrbörse Compano ist groß: Mehr als 1.300 Personen haben sich bereits eingetragen. „Seit der Benzinpreiserhöhung im Frühjahr bemerken wir eine kontinuierlich steigende Nachfrage“, berichtet David Knapp. Der wichtigste Nebeneffekt des Erfolges von Compano: Nicht nur das Monatsbudget der PendlerInnen, sondern auch die Umwelt profitiert von Fahrgemeinschaften und weniger CO2-Ausstoß.
Tipp:
Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht oder anzubieten hat, kann sich kostenlos auf der Homepage www.compano.at eintragen.



