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Tag der offenen Tür und Sommerfest der TrashDesignManufaktur (T.D.M.)

Am Tag der offenen Tür am 6. Mai 2010 kann jeder Haushalt von 10.00 - 16.00 Uhr KOSTENLOS ein kaputtes Elektrogerät im D.R.Z entsorgen lassen. Einfach vorbeibringen und zusehen, was damit passiert. Was steckt drinnen an gefährlichen Abfällen? Was ist an Wertstoffen enthalten? Was passiert weiter damit? Wird vielleicht gar aus dem einen oder anderen Teil ein „Miststück" der TrashDesignManufaktur? Von der Einzigartigkeit der Schmuckstücke kann man sich ebenso am 6. Mai vor Ort überzeugen - im Rahmen einer Schmuckshow um 19:00 Uhr werden die Designerstücke von den MitarbeiterInnen präsentiert! Mit dem Kauf eines TDM-Produktes erwirbt man nicht nur ein Designerstück, sondern man unterstützt auch die Idee der Sozialwirtschaft. Beim Tag der offenen Tür gibt es auf jeden Einkauf 10% Rabatt!

Im Penzinger sozialökonomischen Betrieb D.R.Z zerlegen ehemals Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderung seit 2003 alte Elektro- und Elektronikgeräte. Aus gebrauchten und weggeworfenen Waschmaschinen, Computern, Stereoanlagen werden die recyclebaren Wertstoffe gewonnen.

Aus Handytasten, Widerständen, Computereinzelteilen oder Leiterplatten werden dann in Handarbeit hochwertige Schmuckstücke (z.B. Halskette, Ringe, Armbäder) oder Möbel und Handtaschen hergestellt. Den nachhaltigen Mehrwert der aussergewöhnlichen Schmuck-Designerstücke erklärt Frau Silvia Schweiger, zuständig für Information und Öffentlichkeitsarbeit bei der T.D.M.-Wien im Gespräch mit der ÖGUT:

Was sind die Vorteile des T.D.M.-Schmucks hinsichtlich Nachhaltigkeit? Silvia Schweiger: Durch die Wiederverwertung von Rohstoffen tragen wir wesentlich zur Verringerung des Abfallaufkommens bei. Wertvolle Stoffe, die bereits auf dem Müll gelandet sind, werden bei uns einer neuen Bestimmung zugeführt. Der Grad des Recyclings ist bei der T.D.M.-Wien sehr hoch. Für die Schmuckherstellung zugekauft werden lediglich Verschlüsse und Ohrhaken. Alle anderen Bauteile sind aus Altelektrogeräten wieder gewonnene Wertstoffe. Die Schmuckstücke aus unserer Manufaktur sind somit eine nachhaltige Alternative, da keine neuen Materialien gewonnen und natürliche Ressourcen geschont werden. Ein weiterer Beitrag zur Nachhaltigkeit ist die hohe Qualität der T.D.M. Schmuckstücke. Durch die genaue Selektion der Materialien so wie die handwerkliche Fertigung sehen die Dinge nicht nur einzigartig aus, sie sind auch extrem robust und langlebig - also alles andere als Wegwerfprodukte.

Welche Rohstoffe werden für die T.D.M. Schmuckerzeugung verwendet? Silvia Schweiger: Die Materialien für die Schmuckstücke nehmen wir hauptsächlich aus Computern. Datenkabel zum Beispiel sind sehr bunt und schön und eignen sich wunderbar zur Herstellung von Halsketten und Armbändern. Ab und zu werden auch Teile aus ausrangierten Handys verarbeitet, aber zum Großteil kommen die Bestandteile aus Waschmaschinen und Computern, die bei den Mistplätzen der Stadt Wien abgegeben und im D.R:Z. zerlegt werden.

Wie viel Material verarbeiten Sie ungefähr pro Jahr? Silvia Schweiger: Im Jahr 2009 gingen rund 500 kg an Recyclingschmuck über die Ladentheken. Man kann davon ausgehen, dass fast doppelt so viel produziert wurde. Wenn man bedenkt, dass ein Armreifen nur 5 dag wiegt, dann ist das schon eine ganze Menge. Die Nachfrage nach Recyclingschmuck steigt. Allein im ersten Quartal 2010 wurden bereits 200 kg verkauft. Den größten Absatz verzeichnen wir allerdings bei den Weihnachtsmärkten.

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269_TDM-Sommerfest.pdf