Umweltfreundlich in den Schulstart
Der Schulanfang steht vor der Tür und damit die Anschaffung von Schreibgeräten, Heften, Federpennalen, Malkästen und vielen anderen Schulsachen. In Summe ergibt das eine ganz schöne Menge. Da liegt es auf der Hand, dassSchulmaterialien auch in Sachen Umweltschutz und Abfallvermeidung ins Gewicht fallen.
Zum Beispiel Filzstifte: Ein Filzstift enthält in der Regel gerade einmal zwei Gramm Tinte. Zurück bleibt jedoch jede Menge Plastikmüll. Nachfüllbare Stifte können helfen, die Abfallmenge beachtlich zu reduzieren. Auch sind für kleinere Kinder nur Stifte mit dem Hinweis auf Wasserbasis" wirklich akzeptabel.
Das Programm PUMA-Schulen" - das Umweltprogramm
für die Schulen der Stadt Wien - unterstützt in Verbindung mit der Initiative Clever Einkaufen für die Schule" des Lebensminsteriums den umweltfreundlichen Einkauf von Schulsachen.
Dominik Schreiber, zuständig für das Programm PUMA-Schulen": Mit dem Papierfachhandel mit ausgewiesenen Fachgeschäften und großen Projektpartnern wie PAGRO, LIBRO und THALIA gibt es in Wien immerhin 93 Geschäfte, die in ihren Regalen oder auf Thementischen mit dem grünen UmweltTipp!" auf empfehlenswerte Produkte aufmerksam machen." Dazu bietet die Initiative eine Händlerliste mit Suchfunktion.
Qualitätssiegel bieten Orientierung
Wer die Qualitätsmerkmale und Zeichen der Initiative Clever Einkaufen für die Schule" beim Kauf von Schulartikeln berücksichtigt, hat schon gewonnen.Einige Tipps aus dem Programm:
- Bevorzugen Sie Produkte mit dem spiel gut"-Siegel, wie z.B. Filzstifte mit Sicherheitskappe und Kartonverpackung . Auch normgerechte Malkästen mit Farbschalen zum Nachkaufen gibt es mit dem "Spiel gut"-Siegel, ebenso Wachsmalstifte mit Papierhülse in Kartonverpackung.
- Verwenden Sie Schulhefte mit möglichst hohem Recycling-Faseranteil.
- Auch vermeintlich kleine" Maßnahmen wie Jausendose statt Alufolie im Schulalltag sparen Abfall.
- Umweltzeichen helfen ebenfalls bei der Auswahl. Benutzen Sie dazu das kleine 1x1 gängiger Umweltzeichen
Bewusstseinsbildung für die Schüler
Beim Schuleinkauf passiert natürlich auch Bewusstseinsbildung. Dominik Schreiber: Wichtig ist, mit den Kindern gemeinsam einkaufen zu gehen und die Kinder anzuhalten, im Schulalltag auf ihre Schulmaterialien gut aufzupassen. Wenn man im nächsten Schuljahr dann nicht wieder einkaufen muss, spart man Geld."Generell sind umweltfreundliche Produkte meist qualitätsvoller und dadurch länger haltbar. Etwa Farbstifte mit dicken Minen, Kleber ohne Lösungsmittel mit Nachfüllflasche odersolarbetriebene Taschenrechner sparen nicht nur Müll, sondern langfristig auch Geld.
Umfassende Möglichkeiten für Schulen
Von der ökologischen Beschaffung bis hin zum Einbinden des Umwelt- und Abfallthemas in den Unterricht bieten sich auch den Schulen viele Möglichkeiten.Für die Schulen der Stadt Wien wurde dazu von PUMA" ein vorbildliches Umweltprogrammerarbeitet: Im letzten Schuljahr wurde das Thema Umweltmanagement in den Schulen flächendeckend eingebracht," freut sich Dominik Schreiber, Restmüll- und Papierbehälter wurden einheitlich beklebt. Drucker und Kopierer wurden auf doppelseitigen Druck umgestellt, und es erfolgte aktive Bewusstseinsbildung."
Dabei gibt es natürlich viele Schulen oder einzelne PädagogInnen, die schon seit jeher auf gelebten Umweltschutz achten. Das Programm PUMA-Schulen" zielt auf die flächendeckende Umsetzung bestimmter Umweltmaßnahmen in allen Schulen der Stadt Wien ab.
Zur Einbindung des Themas umweltfreundliche Schulsachen" in den Unterricht gibt es die sogenannte Schulbox:- Ein Ausprobier-Set, das den Kindern die Möglichkeit bietet, sichspielerisch mit Umwelt- und Qualitätsfragen der am häufigsten verwendeten Schulartikel auseinander zu setzen.



