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Umweltpreis der Stadt Wien 2011: Umwelt und Wirtschaft sind starke Partner

Die GewinnerInnen stehen fest! Am 16. März wurden die PreisträgerInnen vom Umweltpreis 2011 bei einer feierlichen Gala bekannt gegeben.
„In Wien sind Umwelt und Wirtschaft starke Partner“    lobt Umweltstadträtin Ulli Sima bei der Verleihung des Wiener Umweltpreises 2011 die Bemühungen der Wiener Unternehmen für ein nachhaltiges Wirtschaften. Der Wiener Umweltpreis wurde im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien bereits zum siebten Mal an heimische Unternehmen verliehen, die sich für besonders innovative Projekte in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzen.

Feierliche Gala bei Umweltpreisverleihung

Am 16. März 2011 wurde der Umweltpreis der Stadt Wien im Rahmen einer feierlichen Gala im Rathaus verliehen. Die Jury zeichnete dabei drei Wiener Unternehmen und eine Schule aus. „Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern sehr herzlich! Sie machen mit ihren Umweltmaßnahmen die Stadt Wien umso lebenswerter, haben Verantwortung für die Zukunft übernommen und zeigen vorbildhaft, dass Umweltschutz und betrieblicher Erfolg keine Gegensätze sind“, betonte Umweltstadträtin Ulli Sima bei der Verleihung.

Der Umweltpreis motiviert Wiener Unternehmen seit Jahren, sich für Umwelt- und Klimaschutz zu engagieren. Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile, die nachhaltiges Wirtschaften mit sich bringt, freut sich Karin Büchl-Krammerstätter, die Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung. "Mit der Würdigung dieser herausragenden Umweltleistungen möchten wir noch mehr Betriebe in Wien motivieren, auf den Umweltschutz zu setzen und damit Betriebskosten einzusparen. Der ÖkoBusinessPlan bietet interessierten Unternehmen eine umfassende geförderte Beratung zur Umsetzung umweltrelevanter Maßnahmen - 817 Betriebe haben diesen Service bereits genutzt", so Büchl-Krammerstätter.

Gratulation den GewinnerInnen!

Von zahlreichen Einreichungen hatte die Jury im Vorfeld neun Wiener Unternehmen für den Umweltpreis nominiert. Wichtige Kriterien für die Preisvergabe waren Umweltrelevanz, Innovationsgrad, Zukunftsfähigkeit sowie soziale Kompetenz und gesellschaftliche Verantwortung. Die Jury wählte die vier überzeugendsten Projekte für den Wiener Umweltpreis 2011 aus.

Die Textilreinigungsfirma ROSA TOIFL & CO GMBH entwickelte ein neues System zur Ressourcenschonung: Durch innovative Steuerungsmöglichkeiten, Rückgewinnungstanks und eine Wärmetauschanlage kann der Einsatz von Wasser, Spülmittel und Energie deutlich reduziert werden. Die Jury würdigte mit der Auszeichnung die langfristige und kontinuierliche Verbesserung der Umweltperformance der Firma. Seit mehr als zehn Jahren werden gemeinsam mit dem ÖkoBusinessPlan neue ressourcenschonende Maßnahmen umgesetzt. Besonders bemerkenswert ist, dass die eingereichten Maßnahmen von hauseigenen SpezialistInnen entwickelt wurden.

Die via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH überzeugte die Jury mit Ihrem internationalen Projekt WANDA (WAste management for inland Navigation on the DAnube). Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines umweltgerechten Abfallwirtschaftskonzeptes für die Donauschifffahrt mit koordinierten und grenzüberschreitende Entsorgungslösungen, vor allem für öl- und fetthaltige Problemstoffe. Die Jury würdigte durch die Auszeichnung des Projektes die Bemühungen um ein vernetztes, umweltgerechtes Entsorgungskonzept zur Reinhaltung der Donau. Das Projekt hat durch die Schaffung eines Problembewusstseins bei allen Beteiligten, dem Aufbau von Strukturen, der Entwicklung von Finanzierungsmodellen sowie der Koordination mit ähnlichen europäischen Projekten eine langfristige Wirkung.

Die EVVA Sicherheitstechnologie GmbH entwickelte ein neues Verfahren zur ölfreien, serienmäßigen Metallbearbeitung von Zylinderkernen. Die beim Sägen, Bohren und Fräsen anfallenden Späne können durch das neue Verfahren zu 100% recycelt werden. Die Jury war vom Umweltkonzept des langjährigen ÖkoBusinessPlan Betriebs beeindruckt. Durch ständige Innovationen am Standort Wien schafft es der Betrieb, seine international führende Stellung zu behalten, gleichzeitig seine Umweltperformance kontinuierlich zu verbessern und dabei Betriebskosten zu sparen.

Die SchülerInnen des mit dem Umweltzeichen zertifizierten International Business College Hetzendorf engagieren sich in zahlreichen Sozial- und Umweltprojekten innerhalb- und außerhalb der Schule wie beispielsweise im St. Anna Kinderspital. Die Jury war beeindruckt vom Engagement und der Multiplikatorenwirkung im Sinne nachhaltiger Bildung: Kontinuierlich arbeitet die Schule an Themen und Projekten im ökologischen und sozialen Bereich und leistet dabei einen wichtigen Beitrag für die Bewusstseinsbildung von Jugendlichen hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz.

Zu der unabhängigen Jury zählten ExpertInnen der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22, der Wirtschaftskammer Wien/WIFI, dem Lebensministerium , der Arbeiterkammer Wien, dem Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB), der Wirtschaftsagentur Wien, Gewerbetechnische Sachverständige der MA 36 sowie Magistratische Bezirksämter (Gewerbebehörde).

ÖkoBusinessPlan

Die Stadt Wien hat mit dem Programm ÖkoBusinessPlan Wien – 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 ins Leben gerufen – ein ebenso erfolgreiches wie nachhaltiges Instrument für Wiener Betriebe ins Leben gerufen. Dadurch können Unternehmen Umweltprojekte und Maßnahmen umsetzen, dabei deutlich Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt entlasten.

Um der Vielfalt der Wiener Unternehmen gerecht zu werden, gibt es im ÖkoBusinessPlan Wien Angebote für unterschiedliche Betriebsgrößen und Branchen.

Ziel ist die Senkung der Betriebskosten und gleichzeitige Entlastung der Umwelt in den Bereichen Abfallvermeidung, Abfallmanagement, Energiesparen und Klimaschutz. Im Rahmen von Betriebsberatungen werden fünf verschiedene Module und drei Projektinitiativen angeboten, die zu umweltentlastenden Maßnahmen und Projekten führen.

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