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Versinkt die Welt im Müll? Tagung in Wien

Am 6. Dezember 2011 veranstalten Südwind und die Stadt Wien im Wiener Rathaus ab 14 Uhr die Tagung „Versinkt die Welt im Müll“.

Am 6. Dezember 2011 veranstalten Südwind und die Stadt Wien im Wiener Rathaus von 14:00-20:30 Uhr die Tagung „Versinkt die Welt im Müll“. Bei der Tagung geht es um Strategien zur Abfallvermeidung und -verwertung im entwicklungspolitischen Kontext.

Umweltstadträtin Ulli Sima bei der virtuellen Fahrt durch die Hamburger Hafencity auf einem Stadtrad.

Risiken und Abfall im globalen Süden

Mehr als 600 Kilogramm Müll produziert jede Österreicherin und jeder Österreicher im Jahr. 50 Milliarden Tonnen

Müll sind es, die jährlich auf der ganzen Welt anfallen. Obwohl die Länder des Südens nach wie vor deutlich weniger Abfall produzieren, wachsen auch dort die Müllberge stetig. Besonders die großen Metropolen versinken im Müll. Müllaufbereitung und Recycling stehen allerdings oft erst ganz am Anfang.

Trotzdem birgt der Abfall auch Chancen. Die gezielte Entsorgung und Verwertung - häufig im informellen Sektor angesiedelt - schafft Einkommensmöglichkeiten für Millionen von Menschen in den so genannten Entwicklungsländern. Aber auf den Müllhalden dieser Welt wird sehr oft unter umwelt- und gesundheitsschädigenden Bedingungen geschuftet. Besonders die Bearbeitung von Giftmüll oder Elektroabfall, der häufig aus den reichen Teilen der Erde kommt, kann hochgefährlich sein.

Viel Nützliches landet in den wohlhabenden Teilen der Welt im Müll, ohne dass die armen Länder etwas davon hätten. So wird die Hälfte aller in den Industriestaaten produzierten Lebensmittel zu Abfall. Und weiterhin hungert eine Milliarde Menschen auf der Erde.

Mit welchen Strategien kann die Welt das Müllproblem angehen? Wie kann Abfall vermieden oder sinnvoll als Ressource und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung eingesetzt werden? Und wie und mit welchen Projekten kann sich die Entwicklungszusammenarbeit einbringen?

Programm
  • 14:00        Eröffnung durch Susanne Bluma,Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin der Stadt Wien
    Josef Thon, Leiter der Magistratsabteilung 48 der Stadt Wien: Die Wiener Abfallwirtschaft und internationaler Wissenstransfer

Roland Linzner, Universität für Bodenkultur Wien: Von weißen Elefanten und gelben Hasen – Zukünftige Herausforderungen der Abfallwirtschaft in low-income countries

Mike Anane, Umweltjournalist aus Ghana: Globale Abfallströme: Europas Elektromüll in Afrika [in englischer Sprache]

  • 15:30         Pause
  • 16:00         Berichte aus der Praxis

Lydia Dyk, SADOCC [Dokumentations- und Kooperationszentrum Südliches Afrika]: Südafrika – Obdachlos, nicht hilflos: Unterstützung von Selbsthilfeaktivitäten obdachloser Frauen

Gottfried Mernyi, Kindernothilfe Österreich: Philippinen – Unterstützung für die Müllkinder Manilas

Jadranka Pick, Geschäftsleitung der Chempetra GmbH: Serbien – Wirschaftspartnerschaft im Bereich PET-Abfall
 
Martin Haiderer, Gründer und Obmann der Wiener Tafel: „Versorgen statt entsorgen“ – Die Wiener Tafel im Einsatz gegen Lebensmittelvernichtung
  • 17:30         Pause
  • 18:00         Podiumsdiskussion

    „Des einen Müll, des anderen Leid?“ Was bewirkt unser Abfall im Rest der Welt, und wie kann er vermieden oder sinnvoll genutzt werden?

    • Felicitas Schneider, Expertin zu Lebensmittelabfällen der Universität für Bodenkultur Wien
    • Sofia Garcia-Cortes, Abfallexpertin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
    • Christian Holzer, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaftsplanung, Abfallbehandlung und Altlastensanierung im Lebensministerium
    • Mike Anane, Umweltjournalist aus Ghana
    • Josef Thon, Leiter der Magistratsabteilung 48 der Stadt Wien Moderation: Barbara Studeny, GLOBAL 2000
  • 19:30         Ausklang mit Essen und Getränken

Moderation: Renate Sova, Südwind Wien

Rahmenprogramm: Ausstellung von Recycling-Kunst aus Afrika Information und Anmeldung unter: nora.holzmann@suedwind.at, Tel.: 01 405 55 15 327

Nähere Informationen zum Thema finden Sie auch auf der Website der Kommission für Entwicklungsfragen. Die Anmeldung zur Tagung ist ab jetzt möglich. Informationen zum Programm finden Sie hier.