Wohnung und Umwelt sauber halten
Wer umwelt- und gesundheitsbewusst leben will, sollte Möbel und Böden mit Sorgfalt behandeln.
Für die meisten Menschen gehört zum Wohlbefinden ein gemütliches Heim dazu. Deshalb legen wir viel Sorgfalt auf die Wahl der Einrichtung, vom Boden bis zu den Möbelstücken und Dekorgegenständen. Um lange etwas davon zu haben, ist es jedoch wichtig, bei der Reinigung genauso viel Sorgfalt an den Tag zu legen wie beim Kauf. Denn Reinigungsmittel können unangenehme Spuren bei Gesundheit und Umwelt hinterlassen.
Am besten ist es, Schmutz so gut wie möglich zu vermeiden", rät Andrea Husnik, Fachbereichsleiterin im Bereich Reinigung für die umweltberatung Wien". Gerade im Winter ist es hilfreich, wenn sich in der Wohnung alle die Straßenschuhe auf einem Fußabstreifer abputzen und ausziehen. Je weniger hartnäckiger Schmutz entsteht, umso weniger Reinigungsmittel braucht es." Und das wirkt sich positiv aus: Sowohl auf das Geldbörsel als auch auf die Umwelt. Ein Zuviel an Reinigungsmitteln schadet unter Umständen auch den Böden und Möbeln selbst. Meistens reicht das Wischen mit einem trockenen oder feuchten Mikrofasertuch und einem Allzweckreiniger aus."
Bodenpflegemittel, Glanzmittel und Möbelpolitur sind unnötig und gehören nicht in den Putzkasten. Spezielle Pflege benötigen lediglich Teppichböden und unbehandelte Oberflächen. Die ökologische Alternative sind pflegeleichte Böden mit glatter Oberfläche. Schon bei der Auswahl des Bodenbelags sollte man also die später nötige Reinigung und Pflege mit bedenken.
Ohne Staub geht's auch
Teppichböden lassen sich durch regelmäßiges Staubsaugen relativ leicht sauber halten. Zur gründlichen Reinigung alle paar Jahre, so der Boden stark verschmutzt ist, empfiehlt es sich, ein Sprühextraktionsgerät auszuleihen oder zumindest auf treibgasfreie Reinigungsmittel zurückzugreifen. Diese Grundreinigung sollte so lange wie möglich hinausgezögert werden, denn dabei geht die Schmutzimprägnierung verloren und der Boden verschmutzt von da an leichter. Übrigens: Eine nahezu in Vergessenheit geratene Methode zur Säuberung loser Teppiche ist das Ausklopfen im Freien.Auf Laminat- oder Holzböden empfiehlt sich ebenfalls regelmäßiges Staubsaugen. Kehren ist nicht gut, denn das wirbelt den Staub auf", weiß Andrea Husnik. Für allergieanfällige Menschen bieten sich qualitativ hochwertige Staubsauger mit Filter als Reinigungshilfe an. Wenn der Boden stark verschmutzt ist, kann man mit einem nassen Tuch wischen. Auch hier gilt es, mit der Wassermenge und den Putzmitteln Maß zu halten. Bei Kork- und Laminatböden sollte auf nasses Wischen verzichtet werden, weil dadurch Quellungen passieren können. Besser ist es, einen Mikrofaser-Mopp zu verwenden.
Offenporige Möbel oder Holzmöbel sollte man einmal im Jahr mit einem weichen Lappen mit Leinöl oder Bienenwachs abreiben. Ansonsten reicht auch hier das Wischen mit einem feuchten Tuch. Bei Kunststoffmöbel hat sich das Mikrofasertuch bewährt. Auf Einweg- oder Einmaltücher sollte jedenfalls verzichtet werden, denn dadurch entsteht nur unnötiger Abfall.
Tipp:
Welche Reinigungsmittel umweltfreundlich sind und welche besser zu vermeiden sind, hat die umweltberatung" gemeinsam mit der Arbeiterkammer Niederösterreich in der Kampagne Weg damit!" untersucht. Die Ergebnisse finden Interessierten auf den Seiten von "die umweltberatung".Tipps für umwelt- und gesundheitsschonendes Reinigen von Möbeln und Böden erhalten Sie auch in der Broschüre Lustvoll reinigen" inklusive einer Einkaufsliste mit Bezugsquellen von "die umweltberatung".



